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	<title>Johannnaa und Welt</title>
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		<title>Johannnaa und Welt</title>
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		<title>im regen</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 18:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liebe und so]]></category>

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		<description><![CDATA[die feuchtigkeit machte sich allmählich auch an ihrem körper bemerkbar und ihr wurde ein wenig klamm zumute. unterdessen musste sie an einen tanz denken, den sie einst vor jahren mit einer liebe im sommer hatte. wie aus einem anderen leben kam es ihr vor. mit der befreienden wirkung vom damals hatte ihr gefühl von jetzt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=131&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>die feuchtigkeit machte sich allmählich auch an ihrem körper bemerkbar und ihr wurde ein wenig klamm zumute. unterdessen musste sie an einen tanz denken, den sie einst vor jahren mit einer liebe im sommer hatte. wie aus einem anderen leben kam es ihr vor. mit der befreienden wirkung vom damals hatte ihr gefühl von jetzt nun wahrlich nichts zu tun. nicht einmal eine wirklich sentimentale stimmung konnte sich einstellen, wo doch auch eine grundlegende traurigkeit ein tiefes gefühl von andächtigkeit hervorzurufen vermag. ihr leben war ihne glanz, nicht der glanz von der schillernden sorte, die man von frauen kennt, die gogo-tänzerinnen-artig männer verführen, die im eigentlichen sinne mehr suchen als finden, nein, diesen glanz meinte sie nicht. sie meinte den glanz des horizontes, der ab und zu aufsteigt, bei musik etwa, die nicht durch rauschhaftigkeit von der jemeinigkeit des eigenen todes ablenken möchte, sondern, die im hesseschen sinne ihre sinnhaftigkeit, ihren ureigentlichen wesenskern preisgibt. sie stand in dieser beklemmenden kälte und träumte also davon, die wärme mal wieder vermissen zu können, nein, sie träumte davon, mal wieder sehnsucht zu haben. so war sie also nicht traurig über ihr nicht vorhandenes vermögen, sich melancholisch in die Transzendentalität des Lebens einfühlen zu können, sondern einfach nur über das unbehagen, dass ihr immer kälter werdender körper bei ihr auslöste.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/131/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=131&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Mitte August</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 17:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkenswertes]]></category>

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		<description><![CDATA[Sein Blick auf dieses Mädchen war derartig verhängnisvoll, dass ich wohl von nun an nie wieder an ein mögliches Miteinander-in-Einheit-Leben zu glauben wage. So erklärt sich denn auch meine nicht mehr vorhandene Loyalität denjenigen Frauen gegenüber, die einen Mann den Ihrigen nennen, der aus jeder Pore zu schreien scheint, dass er zwar einer gewissen ihm [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=122&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sein Blick auf dieses Mädchen war derartig verhängnisvoll, dass ich wohl von nun an nie wieder an ein mögliches Miteinander-in-Einheit-Leben zu glauben wage. So erklärt sich denn auch meine nicht mehr vorhandene Loyalität denjenigen Frauen gegenüber, die einen Mann den Ihrigen nennen, der aus jeder Pore zu schreien scheint, dass er zwar einer gewissen ihm wohl von Mutter oder ähnlichem eingepflanzten Sicherheit zuliebe sich eine ihm darbietende Spießigkeit nicht verwehrte, jedoch &#8211; und sei es nur an der winzigen Tatsache erkennbar, dass er des Nachts einmal anfing über das Fotografieren zu sprechen &#8211; eigentlich gerne einmal das Gift ausprobierte, das so süß auf meiner Zunge lag. Am Ende ging er denn also doch wieder fort in den Duft der schreienden Sanduhr &#8211; tick tack &#8211; ich blieb. So entrann ich nicht der Einsamkeit und doch &#8211; es wäre etwas gegangen, wenn du geblieben wärst &#8211; sehe ich nun die Blätter in der tanzenden Harmonie vom Ebereschenbaum hinunter flattern und merke, dass wohl am Ende  &#8211; ein vorausgesetztes &#8211; du es sein wirst, der das Spüren verlernt haben wird. Um dich zu schützen, habe ich aufgegeben den einmal vorhandenen Sprössling weiter zu nähren, um einer Bebauung die Möglichkeit nicht zu stehlen, eines schönen Apriltages zu einem Gedanken-fließen-lassenden Häuschen zu werden, und dir für immer die Flucht aus dem ewig-immer-gleichen Pfad des bereits Gegangenem abzusprechen. Die Loyalität ist denn also eine Gespielte, aber in eben dieser Verweigerung, der köstlichen, liegt das so vielbeschriebene Geheimnis des allzumächtigen Herzhabens und dieses nicht verloren zu haben, scheint mir auch ohne die Ergründung einer Welt, die der meinen niemals begegnen wird, es allemals wert, ein Warten einzugehen auf das Blühen einer Knospe, deren Klang in Eurem Lied niemals Platz finden wird, der aber, vergleichbar eines Berges, in seinem Harmonie-Sein um so vieles mehr wird als das Nagen des nahenden Werdens.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/122/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=122&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Haushalten</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 16:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aphorismen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer die Einsamkeit als Ratgeber eingestellt hat, hätte sein Geld besser für einen Film ausgegeben.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=119&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die Einsamkeit als Ratgeber eingestellt hat, hätte sein Geld besser für einen Film ausgegeben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/119/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=119&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>reihenhaus</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 16:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aphorismen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor ich in ein Haus mit Rolläden einziehe, dessen auf &#8211; und abgehen ich planbar in eine Fernbedienung eingeben kann, lasse ich mich lebendig begraben. Dann doch lieber Schmerz!<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=117&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich in ein Haus mit Rolläden einziehe, dessen auf &#8211; und abgehen ich planbar in eine Fernbedienung eingeben kann, lasse ich mich lebendig begraben. Dann doch lieber Schmerz!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/117/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/117/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=117&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Jolinde die Schläferin oder Das Volk der Studenten</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 13:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wenn der Tag lang ist]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine sehr geehrten Damen und Herren des Universitätsvorstandes, hiermit komme ich Ihrer Bitte nach einen Bericht bezüglich meiner Eigenschaft als Schläferin – genauergesagt – als Universitätsschläferin, schließlich müssen wir ja alle manchmal schlafen, der andere mehr, der andere weniger, zu verfassen. Erstmal ist an dieser Stelle natürlich die Frage zu klären, wie es überhaupt dazu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=113&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren des Universitätsvorstandes,</p>
<p>hiermit komme ich Ihrer Bitte nach einen Bericht bezüglich meiner Eigenschaft als Schläferin – genauergesagt – als Universitätsschläferin, schließlich müssen wir ja alle manchmal schlafen, der andere mehr, der andere weniger, zu verfassen. Erstmal ist an dieser Stelle natürlich die Frage zu klären, wie es überhaupt dazu kam. Nun ja, hier muss ich Sie gleich enttäuschen, denn eine wirklich richtige, wahrhaftige, endgültig befriedigende Antwort kann Ihnen wohl niemand hier auf Erden geben.</p>
<p>Vielmehr nur eine Beschreibung dessen, wie es zu diesem Fall kam und auch dies implizit mehr Zweifel als Antwort. Es muss wohl in einer dieser Vorlesungen eines gewissen mir nicht unbekannten Professors – den Namen nenne ich hier nicht, denn daraus könnten – und das will ich mit aller Macht vermeiden – die ursächlich falschen Schlüsse gezogen werden – gewesen sein; zwar durchaus aufmerksam – dies möchte ich an dieser Stelle mit aller Vehemenz betonen – denn Anschuldigungen der Art – ich wäre wohl desinteressiert oder gar faul musste ich mir in all den Jahren genug anhören – verfolgte ich jene Vorlesung und bin wohl irgendwann – ich könnte noch nicht einmal sagen, an welcher Stelle genau, geschweige denn das Thema der Vorlesung – eingeschlafen. Warum entzieht sich meiner Erkenntnis derartig, dass ich nur noch sagen kann, dass sich wohl irgendwie Traum und Wirklichkeit vermischt haben müssen und ich nicht mehr sagen kann, was wirkliche Erinnerung, was Rekonstruktion aus mir vorgetragenen Zeugenaussagen ist. Daher wiederhole ich jetzt den großen Tenor der Meinungen darüber, was passiert sei und verlasse mich auf die Masse, die die Wahrheit jenes Falls schon kennen wird. Es war also Sommer eher späteren Tages, die Studentinnen meist in kurzen Röcken, die Studenten, na ja, viele gibt es in unserem Fach eigentlich nicht, lässig, meist trotzdem in Jeans, versammelten sich in unserem großen Hörsaal um eine Lesung über – und schon hier gehen die Meinungen auseinander – aber grundsätzlich ging es wohl um Arten – genauergesagt um die Klassifikation von Hundearten in der Natur – man merkt schon – ein sehr wichtiges Thema – wenn nicht sogar ein geradezu überlebenswichtiges Thema – schon anhand des Themas lässt sich logisch erschließen, dass ich keinesfalls eingeschlafen wäre aus alleiniger Langeweile – und es kam wohl gerade zu dem Punkt, als der Professor die natürliche Vorgegebenheit der Schemata durch die Natur erörtern wollte, da bin ich einfach in eine andere Welt abgetaucht und bin in all dem Chaos der Gedanken, die unmöglicherweise darzustellen sind, und was ich Ihnen  &#8211; meine Damen und Herren auch lieber ersparen möchte – die sie sich sicherlich vielmehr für das Thema der Vorlesung als für meine lügenhaften Absurditäten interessieren – eingeschlafen. Obwohl das Wort eingeschlafen nicht wirklich der Tatsache zu entsprechen scheint. Vielmehr war es eine Art Erhebung, ein Abtauchen in ganz andere, unbekannte Gefilde. So schlief ich also den Rest der Lesung vor mich hin, während die anderen sich weiter der allzu heiligen Bildung hingaben. Und genau hier passierte es. Aus einem gewissen Grund musste die Tatsache meines Schlafens in irgendeiner Weise beruhigend auf alle Anwesenden gewirkt haben. Selbst der Professor muss es als angenehm empfunden haben, dass ich den Rest der verbleibenden Minuten schlief. Keiner kam auf die Idee mich zu wecken. Aber was ist denn überhaupt Schlafen? Das Rätsel dieses Seins zu lösen haben sich ja bekanntlich schon einige zu erforschen auferlegt. Zu oft betrügen sich die Menschen mit ihrem Wissen darum selber, denn alle Reflexion muss stets weit vor der Barriere des eigentlichen Kerns zurück bleiben, beachtet man, dass diese aus der Sphäre des Schlafs weitestgehend ausgeschlossen bleiben muss. So ließen mich meine Kommilitonen denn für den Rest der noch zu klärenden Fragen schlafen und erst die Putzfrau nahm sich ein Herz und weckte mich spät am Abend. Wie Sie sich jetzt bereits denken können, konnte ich anschließend – und das obwohl ich schon vor diesem Vorfall unter meinen bekannten als hervorragende, ausschweifende Schläferin bekannt gewesen – des nachts nicht allzu gut zum Schlaf zurückkehren und gelangte so höchstens nur in ein schlummeriges Dösen – was zudem mehrmals von meiner oft viel zu laut lachenden Mitbewohnerin unterbrochen worden war. Ich sann seltsamerweise in dieser Nacht – und man muss an dieser Stelle sagen, dass ich nicht der Typ bin, der sich unerfüllbare Hoffnung auf geradezu aussichtslosen, künstlerischen Ruhm macht, ja um genauer zu sein, dies eigentlich noch nie getan hat – darüber nach, wie es wohl wäre eine berühmte Barrentänzerin zu sein. Nun kann man mir nicht nachsagen, dass ich in diesem Metier &#8211; angesichts meines kümmerlichen Sportunterrichts zu Schulzeiten mich mit irgendeiner Art von Talent, und wäre es auch nur das allergeringste, hervorgetan hätte und so schien es mir selbst völlig lebensfern von so etwas auch nur zu träumen und fühlte mich – merkwürdiger Weise dabei ertappt – obwohl – wem hätte ich von dieser Art Wunschtraum erzählen müssen? – überließ mich dann letztlich aber doch meines Wunsches und  &#8211; halb wachend – halb schlafend – ersann ich mich – hübsch – inzwischen bin ich alt genug mir einzugestehen, dass ich wirklich in echt alles andere als schön bin – obwohl es doch mal einen gab, der das irgendwann einmal behauptete – und grazil in den schönsten Bewegungen über einen Barren balancieren – mehr noch – tanzen und das Publikum begeistern. Das frenetische Lachen interpretierte ich dabei immer als Beifall. Sie können es sich schon denken – auch am nächsten Tag hatte ich einen langen Universitätstag vor mir und eigentlich hatte ich mich lange darauf gefreut – insbesondere auf ein von mir lang vorbereitetes Seminar – an das ich mich noch heute recht gerne zurückerinnere – es hieß „der Affe und sein wohldefinierter Lebensraum“  &#8211; und trotzdem schlief ich erneut ein. Obwohl ich die allergrößten Mühe an den Tag legte und den noch größeren Drang hatte , fast schon Sehnsucht, in diese Materie einzutauchen, gelang es mir nicht und ich viel wieder in meinen nächtlichen Wunschtraum zurück. Diesmal entsann ich mir nicht eine Barrentänzerin zu werden. Diesmal wollte ich eine berühmte Kletterin sein – auch dies – erneut – ich kann gar nicht recht sagen, wie ich auf so etwas komme, wo doch jeder weiß wie ungeschickt ich mich schon bei der kleinsten außergewöhnlichen Bewegung anstelle –dachte an den schwersten Kletterfelsen der Welt – den ich einmal im Fernsehen gesehen hatte – und wie ich ihn mit Bravour in der schnellsten menschenmöglichen Zeit erklimme und fiel schließlich erneut in einen festen, tiefen Schlaf.</p>
<p>Sie werden sich jetzt bestimmt fragen, wieso der zuständige Professor – von dem ich übrigens nur das allerbeste halte und dem ich die größtmögliche Ehrerbietung entgegenbringe – mich nicht augenblicklich geweckt hat und mir Schimpf und Tadel zukommen ließ. Auch hier muss ich sie abermals enttäuschen. Der Legende nach, hat er wohl zunächst so getan, als bemerke er mein Verhalten nicht, um anschließend, damit sich die anderen Studenten nicht seiner Unsicherheit gewahr werden, umso entschlossener seinen Vortrag über den spezifischen Lebensraum der Affen zu beenden. Und – so erzählte mir einer der zuverlässigsten und fleißigsten Studenten unseres Semesters – in diesem Sinne können wir ihm also Glauben schenken – umso fester ich also zu schlafen begann, umso überzeugender wirkte es sich auf den Vortrag des Dozenten und damit auf die Aufmerksamkeit der Studenten aus. Der Professor – und ich denke es ist hier nicht vermessen ruhig einmal seinen Namen zu erwähnen – selbstverständlich nur unter der Prämisse des allerhöchsten Lobes – also der Herr Professor Doktor – die Zeit muss nun wirklich sein – denn seine Dissertation ist aller Erwähnung wert – falls sie einmal eine freie Stunde haben, müssen sie wenigstens mal reinlesen – sie trägt den hochwürdigsten Titel: „Der Mensch und seine Kunst  &#8211; eine Untersuchung zur Untermauerung der These seiner Superiorität gegenüber dem Tier“  &#8211; auch wenn ich zugeben muss, dass mir wohl der nötige Verstand fehlt, um seine Arbeit en detail zu durchdringen – also der Herr Professor Doktor Rotpeter höchstpersönlich fragte mich, ob ich in der nächsten Stunde statt eines Referates – zunächst dachte ich, er hat nur Angst, dass ich seine hochwohlgefeilte Arbeit am Kern der Einteilung der Arten in der Natur irgendwie kaputt machen könnte – nocheinmal schlafen könne. Als Bestätigung seines Experiments – er hielt es noch vage – es sollte aber wohl – so munkelte man bereits unter seinen Hiwis – um einen Beweis der Überlegenheit des menschlichen Träumens gehen – ob ich in seiner nächsten Stunde schlafen würde, denn das würde für etwas Auflockerung sorgen. Ich weiß, ich weiß – viele von ihnen werden jetzt zu der Ansicht gelangen, und ich kann es Ihnen auch keinesfalls verübeln, dass es irgendetwas mit der – und man kann es nicht leugnen, dass dies sicherlich auch ab und an vorkommt, Anziehungskraft zwischen Studentin und Professor zu tun hätte – als sexuell stimulierender Vorgang oder irgendetwas in die Richtung gehendes. Und auch die wenigen vorhandenen Studenten – so stellt man es sich vielleicht vor, könnten ja durchaus eine gewissen Freude an einem schlafenden Mädchen im Negligee entwickeln. Aber – ich betonte bereits, dass dies bei mir – trotz meines doch jungen Alters – ausgeschlossen zu sein scheint. Nicht nur, sehe ich speckschwadig, mit trockener Haut – ich hatte Neurodermitis – wobei trocken euphemistisch ist – es sind Hautlappen die hier und da abstehen  &#8211; aus, sondern auch ein ganz beißender Geruch umgab mich schon immer. Alles waschen und reinigen – wobei ich auf Seife stets verzichten muss – wegen meiner Hautflecken – hilft nichts. Der Arzt meinte -  früher schämte ich mich einmal dafür und zielte danach, den mir manchmal selbst unerträglichen beißenden, milchig, käsigen, zuweilen auch würzigen – nicht die Gewürze von der gut riechenden Seite – Dampf um mich zu bekämpfen, dass dies medizinisch kein Problem sei und wohl eines Tages einer käme – vielleicht mit einer ähnlichen Krankheit  &#8211; der über meinen Geruch hinwegsehen könne. Wie gesagt, fing meine Schläferei im Sommer an, und gerade um diese Zeit sondern meine Poren besonders viel Dekret ab, also irgendeine Art von Anziehung seitens des Professors muss wohl an dieser Stelle verneint werden. Zumal mir – beim schlafen meist seitlich die Zunge herunterhängt und das Kissen meist feucht bis nass wird nach dem Schlafen. Also dieser Art Gründe für die Faszination meines Schlafens sind nicht in Erwägung zu ziehen.</p>
<p>Man könnte nun auch vermuten, ich sei vielleicht ein wenig dümmlich – hätte es in meinem Studium vermutlich zu nichts, oder zu nichts höherem gebracht und aus einer gewissen Sorge seitens des Professors – oder aus Schutz vor der drohenden Arbeitslosigkeit hätten sie mir diesen Beruf – wobei, inwiefern kann denn Schlafen, das simple, stumpfe Schlafen – was ja nun wirklich von jedem völlig ansonsten talentfreien Wesen ebenso gut vollzogen hätte werden können, und das sogar in viel ästhetischerer, anmutigerer Hinsicht als ausgerechnet von mir – als Berufung bezeichnet werden, handelt es sich doch eigentlich um das allernatürlichste von der Welt, und selbst jeder Hund und jeder Affe schläft ab und an – angeboten. Nun, auch das kann ich ausschließen. Ich war immer eine sehr fleißige, ausdauernde, und mit gewissem Recht kann ich das nach all den Jahren behaupten – ohne von Ihnen den Vorwurf der Eingebildetheit zu hören, schließlich habe ich schon in meinen Grundschulzeiten im Vergleich zu den anderen Kindern immer eine sehr schnelle Auffassungsgabe besessen – auch intelligente Studentin und Sorgen um meine Zukunft aufgrund mangelnder Kompetenz musste ich mir weiß Gott nicht machen. Folglich zerschlägt sich auch dieser mögliche Grund für meine Schlaftätigkeit. Im Laufe meiner Tätigkeit als „Privatdozentin der Universität des Schlafens und Sehnens“ – durch mich erlangte sie weltweiten Ruhm und irgendwann entschied der Ihnen vorgängige Vorstand den Namen auszutauschen – hatten immer wieder Forschergruppen und Analysten versucht, möglichst empirisch  &#8211; den Vorwurf der Spinnerei musste sich unsere Universität immer wieder gefallen lassen – der Frage nachzugehen, worauf die Wirkung meines Schlafens beruhe. Zahlreiche Experimente musste ich über mich ergehen lassen – sogar bis hin zur völlig, nackten Verkabelung mit sogenannten Schlafmessern, auch das, trauriger Weise, half nicht, dass mich auch nur irgendjemand in irgendeiner Weise als erotisch betrachtet hätte – doch jedes wurde je nach Hartnäckigkeit und Oppportunitätshaftigkeit  &#8211; schließlich hätte die Ermittlung des Grundes meines Schlafens den Durchbruch in jeder Ebene bedeutet &#8211; der Forschenden nach einiger Zeit wieder abgebrochen. Sogar Philosophen, Theologen und allerlei andere Arten von Erkenntnissuchern konnten sich mein öffentliches Schlafen und deren Wirkung nicht erklären. Oft wurde ich gefragt, ob ich etwa für den Weltfrieden schlafe, aber derlei Bestrebungen hatte ich eigentlich zu Lebzeiten noch nicht, und so gaben sie es schließlich auf, nach inneren Gründen zu forschen.</p>
<p>Worauf beruht nun aber schlussendlich die Wirkung meines Schlafens? Wenn man vor mir sitzt, während ich schlafe, weiß man, was ich hier tue ist kein Schlafen. Einen wirklichen Schläfer, wenn einer sich denn einmal unter uns befinden würde, würden wir in der Seminarszeit gewiss auch nicht ertragen und die Unsinnigkeit einer solchen Vorführung einmütig abweisen. Mögen wir denn also beschützt werden vor der Erkenntnis, dass die Tatsache des Zusehens eigentlich ein Beweis gegen mein Schlafen ist. Eine Ahnung dessen existiert wohl, sonst hätte ich mit meinem Körper wohl niemals so viel Aufsehen erregen können. Ich gehe davon aus, dass ein wirklich, echtes, wahres Schlafen für mich nicht möglich scheint, zumindest hier noch nicht, und das diese Erkenntnis irgendetwas mit der Faszination für mich zu tun haben muss.</p>
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		<title>wie soll ich meine seele halten?</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 13:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[....gute Nacht.....]]></category>

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		<description><![CDATA[wie soll ich sie halten? dass sie nicht ständig an deine rührt? wie ist es möglich sie zu anderem hinzuhalten? wie kann ich sie ablenken? wie gerne würde ich sie bei was anderem unterbringen. an einer anderen stelle. doch an welcher? an welcher stelle kann ich sie unterbringen, dass sie sich künftig an anderes wendet? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=109&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wie soll ich sie halten? dass sie nicht ständig an deine rührt? wie ist es möglich sie zu anderem hinzuhalten? wie kann ich sie ablenken? wie gerne würde ich sie bei was anderem unterbringen. an einer anderen stelle. doch an welcher? an welcher stelle kann ich sie unterbringen, dass sie sich künftig an anderes wendet? wie soll ich weiter schwingen, wenn du aufhörst zu schwingen? wie konntest du es wagen aufzuhören? an einer fremden stillen stelle ziehst du jetzt vielleicht deine saiten. und singst ein lied. doch welches lied singst du denn? du hast es mir nie gesagt. das lied das fehlt. du fehlst. du hast so oft gefehlt. die melodie die mein leben hätte begleiten sollen. sie gab es nicht. jeder braucht doch ein lied, das weiter summt, wenn die vögel des nachts nicht pfeifen. wie kann ich denn selbst ein lied erfinden? du hast es mir doch nie gezeigt. bevor du gingst, hättest du es mir noch beibringen sollen. denn alles was mich anrührt, hätte zu einem lied werden können.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/109/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=109&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>klopfen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 12:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seelenmüll]]></category>

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		<description><![CDATA[hörtest du es klopfen? nein, viel mehr: hast du es klopfen gehört? nein: auch falsch. hörst du es klopfen. erst recht falsch. es war zart, leise und selbst für tiere mit den empfindlichsten ohren so unbermerkbar, dass man nicht erwarten könnte, dass es jemand von uns hörte. so klopfte es eine ganze zeit lang so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=105&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-small;">hörtest du es klopfen?<br />
nein, viel mehr: hast du es klopfen gehört?<br />
nein: auch falsch. hörst du es klopfen. erst recht falsch. es war zart, leise und selbst für tiere mit den empfindlichsten ohren so unbermerkbar, dass man nicht erwarten könnte, dass es jemand von uns hörte.<br />
so klopfte es eine ganze zeit lang so vor sich hin. allmählich, und das in den aller langsamsten schritten und auch nicht kontinuierlich, wobei, dies stimmt auch nicht, eher mit pausen, mit wohltuenden langen großen, schönen, ruhigen pausen, steigerte sich das klopfen allmählich. manchmal schienen die pausen so lang zu sein, dass es schon hätte sein können, dass das klopfen für immer aufgehört hätte. nun ja. aber es ging weiter. es klopfte und klopfte und klopfte und klopfte. auch die pausen wurden erst kürzer  &#8211; dann seltener. und das ganze einhergehend mit einer leichten, man könnte es sicher im nanobereich messen &#8211; stiegerung des klopfens. schließlich wurde sie hörbar. aber auch nur in jenen stillen nächten, in denen kein zug fuhr, kein gewitter tobte, keine waschmaschine wusch oder ein nachbar auch nur hustete. nur dann, und auch nur dann in der größten konzerntration, war es möglich ein klopfen zu hören. jetzt wird man sagen, dass es doch nicht schlimm sein kann, wenn es derart leise ist. im alltag keineswegs wahrnehmbar. auch damit haben die, die es sagen recht. doch ist in den letzten tagen etwas geschehen. das klopfen wurde unüberhörbar. zwar nur in ruhigen momenten, aber da. die ruhe gestört. und schließlich &#8211; seltsam das nach dem monatelangem viel zu leisen klopfen für menschlich ohren, dieses klopfen so sehr zugenommen hat und jetzt mehr oder weniger ausgebrochen ist. es hat aufgehört zu klopfen. und diesmal ist es keine pause. nein. sicher ist, es hat für immer aufgehört. das klopfen hat aufgehört, schließlich war die ankündigung jetzt lang genug. es kündigte sich an und kündigte sich an und kündigte sich an. da niemand bereit war, auch nur im entferntesten die tür aufzumachen, an die doch so unentwegt geklopft wurde, d.h. niemand bequemte sich auch nur daran zu denken, eventuell seinen gliedern zu befehlen aufzustehen und die tür zu öffnen, öffnete der klopfer nun diese tür von ganz alleine. sie ist nun einen haaresspalt geöffnet. im gegensatz zum klopfen hört man nun das ganz leise, wieder nur für tierische ohren wahrnehmbare quietschen der alten tür. doch durch das zuletzt sehr laute klopfen, fällt diese stille ins gewicht und man ahnte ja auch schon so etwas. denn nach einem klopfen folgt ja nun zumeist das öffnen. die tür ist also dabei geöffnet zu werden. ein unangenehmes ziehen, was dadurch entstehen könnte, gilt es zu verhindern. oder den klopfer endlich zu erhören. </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/105/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/105/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=105&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fehler</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 11:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso üben Fehler eine so ungeheuere Anziehung aus? Ich meine damit nicht nur Fehler, die im Nachhinein zu solchen werden, sondern auch jene, bei denen mir bereits im Vorfeld voll und klar bewusst ist, dass sie es sein werden. Ich renne im Spurt gegen die nahende Wand, könnte stoppen, tue es aber nicht. Da wäre [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=99&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieso üben Fehler eine so ungeheuere Anziehung aus? Ich meine damit nicht nur Fehler, die im Nachhinein zu solchen werden, sondern auch jene, bei denen mir bereits im Vorfeld voll und klar bewusst ist, dass sie es sein werden. Ich renne im Spurt gegen die nahende Wand, könnte stoppen, tue es aber nicht. Da wäre ein Freund, der aus lauter Einsamkeit wieder mit seiner absolut nicht gut für ihn seienden Exfreundin zusammen kommt. Oder die Affäre mit dem, den man eigentlich liebt. Das Besäufnis, wenn man arbeiten muss am nächsten Tag. Teilweise weiß man schon während man es tut, dass es falsch ist, dass es zu nichts Gutem führen kann, aber dieses Bedürfnis ist da und man schafft es nicht, sich dagegen zu wehren. Dabei habe ich schon oft festgestellt, dass es meistens besser zu laufen scheint, wenn ich rein rational handle. Aber es macht so oft viel zu viel Spaß und bringt Aufregung, wenn man es nicht tut. Und hinterher frage ich mich, was es mir gebracht hat. Im Mittelalter hätte man eine solche Anziehung vielleicht als das Böse oder die Verführung bezeichnet. Was ist es heute? Eigentlich müsste man doch aufgeklärt genug sein, um verhinderbare Fehler zu vermeiden. Und doch tut es manchmal so richtig gut sich die Finger ordentlich zu verbrennen, allemal besser als sich ewig zu fragen, ob die Herdplatte nun wirklich so heiß war. Doch wieviele solche Narben kann man auf sich nehmen? Ist es irgendwann einmal vorbei damit? Höre ich im Alter damit mal auf? Lasse ich es lieber? Kommt das, wenn man Kinder hat und diese so sehr liebt, dass man lieber mal verzichtet? Oder überhaupt? Wird einen die Liebe davon abhalten manche Dummheiten zu begehen? Ein Freund von mir achtet beispielsweise seit er seine Traumfrau gefunden hat plötzlich auf seine Gesundheit und möchte ein besserer Mensch sein. Ihretwillen und seinetwillen. In der Liebe soll Egoismus ja bekanntlich gleich Altruismus sein. Aber im Allgemeinen. Warum entscheide ich mich in einigen Fällen für die rationale Variante und in anderen Fällen wähle ich die, die mir höchstwahrscheinlich wehtut. Ist das Internet ein Förderer von schlechten Ideen? Ich hörte da mal soetwas neulich. Durch die Anonymität und das einfach Klicken, sei man zehnmal mehr dazu verleitet, schnell mal irrationale Entscheidungen zu treffen. Es kostet nämlich in dem Moment nichts. Diese &#8222;Kommunikation unter Freunden in Abwesenheit&#8220; ist sehr viel krasser als das von Angesicht zu Angesicht.  Naja, und im Internet gehen dann vielleicht auch Gefühle schneller von den Lippen. Die Identitäten sind schneller austauschbar, falls man sie als solche bezeichnen kann. Was beeinflusst eigentlich noch was? Hat die digitale oder die analoge Identität auf die jeweils andere? Und überhaupt? Was bedeutet meine Identität auf Studivz? Meine aussortierten Fotos auf dem Portal? Meine Gruppen? Die Pinnwandeinträge? Man wird ja meistens ganz neidisch bei der Betrachtung anderer Seiten. Was ein herrliches Leben doch die meisten führen. Lauter Partyschnappschüsse und tolle Urlaubsbilder. Irgendwie fast grotesk, dass ich die sehen darf. Früher waren Fotos etwas derart Privates, dass ich mir sie selbst nur in ganz bestimmten Situationen angeschaut habe. Dieses inflationäre Heraushauen von Lebensweisen nervt doch. Und damit prangere ich mich auch selbst an. Auch dieses Portal ist ja nichts anderes. Aber es macht mir nunmal so viel Spaß etwas zu schreiben, in dem Wissen, dass es meine Freunde lesen werden. Und da wären wir wieder beim Thema. Die Fehler, die man einfach nicht lassen kann.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/johannnaa.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/johannnaa.wordpress.com/99/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=99&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Umzug</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 19:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
				<category><![CDATA[....gute Nacht.....]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwischen lauter Kisten und Gerümpel nach einem Tag am Stadtstrand mit netten mir aber im Grunde fast unbekannten Menschen, einen Partymarathon mit mir ebenso halb unbekannten Menschen, einer extremst unerwarteten Liebeserklärung von jemanden, dessen Liebe ich nicht erwidern kann und einer Nacht in Clubs mit Menschen, denen ich ansehen kann, dass ich mit ihnen niemals [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=97&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen lauter Kisten und Gerümpel nach einem Tag am Stadtstrand mit netten mir aber im Grunde fast unbekannten Menschen, einen Partymarathon mit mir ebenso halb unbekannten Menschen, einer extremst unerwarteten Liebeserklärung von jemanden, dessen Liebe ich nicht erwidern kann und einer Nacht in Clubs mit Menschen, denen ich ansehen kann, dass ich mit ihnen niemals klarkommen würde &#8211; bleibt nun das Gefühl von verpufftem Rauch nach einer Explosion. Die Stille ist wieder eingekehrt und die vielen Biere und das Anstoßen hinterlässt nichts anderes als einen bitteren Nachgeschmack und vielleicht einen Kater. So schön dieser Schall und Rauch auch sein kann, es ist nichts was irgendetwas ausmacht. Es macht nichts aus &#8211; wie ein Rilke Gedicht. Und es hat keinerlei Bedeutung mit jemanden gut tanzen gehen zu können. Kurweil ja &#8211; Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit und Freundschaft  &#8211; sicher nein. Es sind doch eher die Menschen, die mir morgen beim Umzug helfen, mit denen ich meine Gedanken teilen kann und die meine Liebe zu Dingen, die etwas ausmachen teilen, die die Menschen sind, die es werter sind mit ihnen Zeit zu verbringen. Ein 5 minütiger Bangeesprung mit Adrelanin ist das eben nicht für mich.</p>
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		<title>Nachtgedanken</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 22:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johannnaa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, es ist zwar schon fast 24 Uhr und alles still in diesem sonst immer so belebten Haus, aber ich kann jetzt auch irgendwie noch nicht schlafen gehen. So viele Sachen gehen mir durch den Kopf, dass ich gar nicht so recht weiß, wie ich anfangen soll. Mache mir mal wieder Gedanken um eine Person, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=johannnaa.wordpress.com&amp;blog=11534864&amp;post=95&amp;subd=johannnaa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, es ist zwar schon fast 24 Uhr und alles still in diesem sonst immer so belebten Haus, aber ich kann jetzt auch irgendwie noch nicht schlafen gehen. So viele Sachen gehen mir durch den Kopf, dass ich gar nicht so recht weiß, wie ich anfangen soll. Mache mir mal wieder Gedanken um eine Person, die es vermutlich gar nicht wert ist, dass ich mir über sie den Kopf zerbreche. Und überhaupt &#8211; über wie viele Menschen habe ich mir schon den Kopf zermatert &#8211; um am Ende festzustellen, dass sie es heute noch nicht mal mehr wert sind, dass ich sie mit meinem Arsch (habe gerade überlegt dieses Wort durch Allerwertesten zu ersetzen, auszuixen, oder es kursiv zu machen, aber nun ja was solls: man muss es ja mal beim Namen nennen) anschaue. Aber so bin ich halt &#8211; ein viel Gedanken Macher. Und ihr alle die ihr meine Freunde seit &#8211; Danke, dass ihr die absurdesten Dinge mit mir in alle Richtungen 1000 mal umdreht. Denn trotz meines Germanistik Studiums scheine ich nicht gut in der Interpretation zu sein. Und überhaupt &#8211; Interpretation &#8211; geht man da von einem zu erfassbaren Sinn aus oder nicht &#8211; ist immer eines der ersten Dinge, die ich meinen Erstis beibringe. Aber ich denke &#8211; ein Hermeneutiker bin ich wohl eher nicht. Wohl eher ein Dekonstruktivist. Am Ende steh ich immer da und bin betroffen &#8211; der Vorhang zu und alle Fragen offen. Oh man, wie ich es liebe Zitate aus &#8222;der gute Mensch von Sezuan&#8220; rauszuhauen. Normal kann da kein Mensch was mit anfangen. Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer Person über die ich mir schon auch so einige Gedanken gemacht habe &#8211; die hat mir gleich 5 Zitate um die Ohren gehauen von diesem so genialen wie sprachgewaltigem Drama. Tief beeindruckt hat mich das. Erfahren wird es diese Person nicht mehr. Irgendwie schade. Aber so ist das Leben. Lebensabschnitte gehen vorbei und so vieles bleibt unausgesprochen. Da ich bald umziehe, hat das Festhalten an alten Dingen gerade eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Wenn man sich mal wieder einen Überblick verschafft über all sein Hab und Gut, dann kann man schon sichtlich erstaunt werden, über den ganzen Kram der sich da so angesammelt hat. Alte Konzert- und Kinokarten, Theaterprogramme, Schnipsel, To do Listen, Rechnungen. Hauptsache damals mal in irgendeine Schublade verbannt zur &#8222;Erinnerung&#8220;. Inzwischen hat sich da bei mir so viel angesammelt, dass ich jetzt einfach mal wieder rigoros entsorgen muss. Es nimmt Platz weg, Platz zum atmen, Platz für das Neue. Platz für Phantasie. Wenn alles voll ist, kann der Kopf auch nicht mehr klar denken. Gerade bin ich zu Hause bei meinen Eltern und im Zuge meines Umzuges werde ich hier morgen auch mal mein Jugendzimmer ausmisten. Seit meinem Ausmisttrip ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie voll doch unser Haus ist. Es ist zwar groß, aber mein Vater besteht darauf, alte Möbel einzubehalten, so dass beispielsweise in einem Raum die Wickelkommode von mir und meinem Bruder &#8211; also 2- als auch der alte Babyschrank meines Vaters stehen, so dass man sich in dem Raum kaum noch bewegen kann. Ich mein &#8211; wieso machen Menschen das &#8211; Dinge aufheben? Dadurch ist doch letztlich nichts festzuhalten? Ein verzweifelter Versuch einen Ersatz für Kunst zu finden, die es doch als einzige in einer jedoch fast kläglichen Weise vermag vergangene Momente der Ewigkeit noch einmal wachzurufen. Für mich zumindest ist die Kunst, die Schrift und die Musik die einzig legitime Möglichkeit dies zu versuchen. Alles andere halte ich für &#8211; um es jetzt endlich einmal frei herauszusagen (der Mensch ist nur da ganz Mensch wo er&#8230;.ach ihr habt es längst erkannt oder) &#8211; kleinbürgerlich. Bei meiner Oma ist alles so vollgepölgt (norddeutsch), dass man sich in ihrer Wohnung kaum um die eigene Achse drehen kann. Ich habe auch ein Problem mich von Sachen zu trennen, aber ich hoffe doch sehr, dass ich nicht so werde. Und ich denke, dass wird mir auch gelingen, da ich schon jetzt sehr anders bin als der Rest der Familie &#8211; also zumindest der mütterlicherseits, aber das ist wohl ein anderes Thema, für das ich hier gerade noch nicht bereit bin. Wo war ich eigentlich stehengeblieben? Ach ja, richtig, am Gedanken machen um andere Menschen. Nun ja, ich war ein sehr unklarer Mensch jahrelang und habe es in den letzten Jahren ein klein wenig geschafft eine Linie in mein Leben zu bringen. In einigen Punkten lässt sich wohl nie eine gewisse Diskrepanz oder Ambivalenz vermeiden, aber es reicht ja auch schon manchmal, wenn man eben diese erkennt. Da ich sehr um klare Linien bemüht bin, fällt mir inzwischen wahrscheinlich sehr schnell auf, wenn jemand unklar ist. Klar sollte man sich von unklaren Menschen fernhalten, vielleicht besonders ich, da ich ja eben dazu neige, aber andererseits, sind ja auch gerade solche Menschen die besonders spannenden. Und vielleicht suche ich mit meinen Gedanken um Personen einen Faden (der berühmte rote) der vielleicht gar nicht da ist (uh, das ist jetzt kafkaesk), aber ohne es zu tun, ist es nicht möglich zu kommunizieren, mit Menschen in Interaktion zu treten. O Gott, jetzt bin ich bei Sprachkritik und außersprachlicher Wirklichkeit. Ich komm gerade selbst nicht mehr mit. Gedankenabbruch.</p>
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